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Der Allrounder Vitamin C

Vitamin C gilt als wahrer Allrounder unter den Mikronährstoffen und nimmt somit eine besondere Stellung ein. Die Funktionen und Aufgaben reichen vom Kollagenaufbau über eine ausgeprägte Stärkung unseres Immunsystems bis hin zum Schutz vor Radikalen.

Was sind Radikale?

Sogenannte Radikale entstehen in allen Stoffwechselvorgängen unseres Körpers. Es sind hochaggressive Moleküle, die, wenn sie nicht vom Körper sofort beseitigt werden, Schäden an Zellen verursachen. Dies führt zum Beispiel zu Gefäßschäden, Schäden am Erbgut oder Diabetes.

Ein gesunder Körper schafft es mit einigem Aufwand, diese Radikale abzubauen. Gelingt ihm dies nicht, entsteht sogenannter oxidativer Stress und als Folge die eben beschriebenen Probleme. Rauchen, Medikamentennebenwirkungen, Übergewicht, Infekte, UV-Strahlung und viele weitere Dinge des Alltags behindern den Körper bei seiner Arbeit.

Hier setzt die Wirkung von Vitamin C an. Bekannt ist vor allem die Funktion als Radikalfänger und wasserlösliches Antioxidans. Liegt im Körper ein Überschuss an freien Radikalen vor, kommt es zum vermehrten Angriff auf Organe, Zellorgane und das Erbgut. Vitamin C besitzt die Eigenschaft diese Radikale abzufangen und zu neutralisieren.

Auch Immunzellen können von einem solchen radikalischen oder auch oxidativen Angriff betroffen sein. Durch den sinnvollen Einsatz von Vitamin C können Immunzellen geschützt werden und die natürliche Zellfunktion kann erhalten werden.

Im Gegensatz zu den meisten Säugetieren, kann der menschliche Körper Vitamin C nicht selber bilden. Die ausreichende Versorgung über unsere Nahrung ist somit überlebenswichtig.

Zu den wichtigsten Vitamin C Lieferanten zählen frisches Obst wie Beeren und Zitrusfrüchte. Reich an Vitamin C sind auch Gemüsesorten wie Kohl, Paprika und Kartoffeln.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 100mg Vitamin C für Jugendliche oder Erwachsene. In Stresssituationen, während der Schwangerschaft oder Stillzeit oder auch bei bestimmten Krankheitszuständen und Medikamenteneinnahmen erhöht sich der Vitamin C Bedarf deutlich.

Hohe Anforderungen und Leistungsdruck im Beruf, schlechte Ernährung und eine starke Schadstoffbelastung sprechen für eine sinnvoll dosierte Gabe von Vitamin C. Da das Vitamin nur in kleinen Mengen vom Darm aufgenommen werden kann, wäre bei einem erhöhten Bedarf und Mangelzustand eine Infusion zu empfehlen.

Zur Behandlung von akuten Infekten können höhere Dosierungen von mehreren Gramm notwendig sein, die intravenöse Gabe erhöht die Wirksamkeit deutlich.

Das Immunsystem reagiert sehr empfindlich auf Streß und erhöhte Belastungen. Angst, Depressionen, schlechter Schlaf mindern die Immunantwort und erhöhen die Infektanfälligkeit.

Tipp: bei Erkältung: Alle 2h 10mg Zink einnehmen (Tagesdosis von 60-100mg), zusätzlich Vitamin C mehrfach täglich und einen frischen Gemüsesaft trinken.

Ein weiterer Einsatzbereich ist die begleitende Therapie bei Tumorerkrankungen. Während einer Chemotherapie entstehen durch den gewollten Untergang der bösartigen Zellen und den ungewollten Untergang gesunder Zellen extrem viele Radikale, Tumorzellen selber werden vereinfacht gesagt, in ihrer zerstörerischen Arbeit von Vitamin C gehemmt. Eine alleinige Therapie mit Mikronährstoffen kann aber eine Chemotherapie nicht ersetzen, sondern nur unterstützen.

Gerade in der heutigen Zeit ist eine gut funktionierende Körperabwehr sehr wichtig. Möchten Sie genaueres wissen, sprechen Sie uns an.

 

Bleiben Sie gesund

Ihre Gemeinschaftspraxis Dres. med. Olga und Jörn Fleiter

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