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Stress?

Wer hat ihn nicht? Gerade jetzt in diesen Monaten, in denen wir parallel Home-Office, Home-Schooling und den Haushalt stemmen und dazu noch Eltern, Partner und Spielkameraden gleichzeitig sein sollen, ist es schwer für alles die nötige Kraft aufzubringen.

Darf man nach so einem Tag schon erschöpft sein oder ist es schon Beginn eines Erschöpfungssyndroms? Was ist noch normal und was spricht für einen krankhaftes, eventuell behandlungsbedürftiges Geschehen?

Und ein bisschen Stress ist doch auch gesund, oder?

Grundsätzlich hat uns die Natur mit sehr wirkungsvollen Strategien für das Zurechtkommen mit Belastungen ausgestattet: der Blutdruck und Herzfrequenz geht in die Höhe, der Blutzucker wird hochgehalten, die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet und die Aufmerksamkeit steigt. So können wir bei Prüfungen, Auftritten, Präsentation auch die volle Leistung bringen.

Doch was passiert, wenn diese Anspannung nicht nur kurzzeitig besteht, sondern über einen längeren Zeitraum anhält?

Den Begriff „Stress“ definierte 1936 Hans Seyle. Der Mediziner beschäftige sich mit den Reaktionen des Körpers, wie sie unter seelischer und körperlicher Belastung auftraten und er stellte fest, dass chronischer Stress sehr viele Erkrankungen nach sich ziehen kann. Was also kurzfristig für den Menschen in einer stressigen Situation gut ist, kann langfristig zu Krankheiten führen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Belastungen seelischer oder körperlicher Natur waren.

Dazu gehören Magengeschwüre, Herzkrankheiten, Durchfälle, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Migräne, Kopfschmerzen und Depressionen und auch einfach das Gefühl, erschöpft zu sein. Damit ist die Liste noch längst nicht vollständig. Und das Beschwerdebild kann sehr vielfältig und individuell sehr verschieden sein.

Bei leichten Formen einer Erschöpfungsreaktion können nicht-medikamentöse Strategien mit Entspannung, sportlicher Betätigung, schönen Erlebnissen und bewusster Genuss zum Rückgang der Beschwerden führen.

Im Falle von fortdauernder Müdigkeit, Kraftlosigkeit und anderen Beschwerden ist eine genaue Betrachtung der im Vordergrund stehender Symptome wichtig, um die weitere Diagnostik und Behandlung zu planen.

Dazu gehören die Analyse der B-Vitamine, der Mineralstoffe und auch eine Bestimmung der Stresshormone.

Aber ist unser Essen nicht nährstoffreich? Brauchen wir noch eine zusätzliche Vitamingabe?

Ja, das kann notwendig sein. Zum einen richtet sich der Bedarf nach dem Verbrauch – und da sind wir wieder bei der Vielfachbelastung, die wenig Zeit für Regenration bietet; zum anderen ernähren wir uns nicht immer so gesund, wie wir es möchten. Brot und Nudeln stehen schnell auf dem Tisch, beinhalten aber zu wenig Vitalstoffe. In den Analysen (die wir intrazellulär durchführen lassen) sehen wir in der Regel einen Mangel an Zink, Selen, Magnesium, ein Ungleichgewicht im Bereich der Fettsäuren, was zur schlechteren Energieproduktion in unseren Zellen führt. Und das ist dann der Beginn der Erschöpfung. Wollen Sie mehr erfahren, dann melden Sie sich einfach bei uns.

Bleiben Sie gesund

Ihre Gemeinschaftspraxis Dres. med. Olga und Jörn Fleiter

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